Present Company Same

Present Company
Same
Eigenvertrieb

Das Cover des zweiten Albums der aus Minneapolis, USA, stammenden Present Company lässt auf eine Indiefolk-Band schliessen. Der Auftakt des  selbstbetitelten Werkes belehrt den geneigten Hörer eines Besseren. Fliessende, sphärische Klänge tendieren eher in Richtung M83 oder Beach House. «I Can’t Turn It Off» lässt mit der trocken klingenden Rhythmus-Sektion Erinnerungen an Joy Division aufkommen. Gesanglich meint man zwischenzeitlich neben Ian Curtis auch Phil Oakey (Human League) herauszuhören. Present Company halten sich aber nicht streng an die Post-Punk-Vorgaben. Ein verspielt rhythmisches Zwischenspiel lockert auf. Das pessimistische  «It’s Not Looking Good» präsentiert sich als krude Mischung aus Joy Division, frühe New Order und Polyphonic Spree. Auch bei den folgenden «Normal» und «Hold Me» scheint Joy Division Pate gestanden zu haben. Present Company verstecken ihre Einflüsse nicht, sind aber immer auch offen für die Moderne. «Prickly», mit wunderbarem Chorgesang abgeschmeckt, atmet modernen Indierock. Mit «Drive» macht das Quartet um die beiden Sänger Eddie Chisham und Christian Nelson dann einen gelungenen Ausflug zu My Bloody Valentine und Shoegaze. Zum Abschluss offeriert Present Company mit «Dead Plants» (fast) lieblichen Indiepop mit trüben Gedanken: «Someone Tell Me Why I  Am Here Now. Someone Tell Me Why I  Am Here Please». Bedrückend.

Roebi
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