COOGANS BLUFF Balada

COOGANS BLUFF
Balada
Noisolution

Auf ihrem nunmehr siebten Werk covern Coogans Bluff «One More Time» von Joe Jackson. Die flotte New-Wave-Nummer ist nicht gerade stellvertretend für Coogans Bluff eigenen Sound. Die Wahl besagten Songs sagt aber einiges aus, über die Offenheit der deutschen Band. Auch der Titel des neuen Werkes, Balada heisst übersetzt „Feier, Tanzen, Party“, und der Sound auf demselben zeugen von einer steten Neugierde und Weiterentwicklung.  Das Album klingt immer wieder luftig und leicht, vor allem gesanglich, und zuweilen fast tanzbar. Der poppige Auftakt «Living In Danger» führt die Beschäftigung mit Joe Jackson weiter. Der Titeltrack groovt wunderbar und kommt mit einem kleinen Augenzwinkern daher. «And Here I Stand» rockt mehr als ordentlich und überrascht mit einem Ausflug in Richtung Stonerrock. «Farewell» beginnt balladesk, man ist fast versucht zu sagen, kitschig. Das längste Stück auf «Balada» (6:48) zeigt aber noch andere Seiten. Fiebrige Gitarrenläufe werden eingeschoben und nach 5 Minuten nimmt die Intensität dramatisch zu, bloss um Ennio Morricone mässig dem Sonnenuntergang entgegenzureiten. «If You Make It There» ist dann erfrischender Brassrock. Der Jazzrock von «Pipe & Pouch» lässt den geneigten Hörer entspannt für sich her träumen. Und zum Schluss gibt es in «No One’s Brother» noch eine Spur Allman Brothers und Little Feat à la Coogans Bluff. C’est formidable!

Roebi
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