SORROWS Love Too Late…The Real Album

SORROWS
Love Too Late…The Real Album
Big Stir Records

«Love Too Late» war nach ihrem Debüt «Teenage Heartbreak» (1980) das zweite und letzte Werk der US-Power-Popper Sorrows (nicht zu verwechseln mit der englischen Sixties-Band gleichen Namens). Die Band um Arthur Alexander (The Poppees) liess sich darauf vom legendären Shel Talmy (u.a. Kinks, The Who, David Bowie, Manfred Mann) produzieren. Leider verlief diese Zusammenarbeit nicht wie gewünscht, vor allem für die Band. Ihr Schlagzeuger wurde für die Aufnahmen ersetzt und auch den Gesang übernahmen andere. Soweit so schlecht. Fast 40 Jahre später entschied Arthur Alexander sich, das Album neu aufzunehmen, und zwar so, wie es ursprünglich gedacht war. Fast alle der ursprünglichen Sorrows-Mitglieder konnten wieder dabei sein. Herausgekommen ist dabei «Love Too Late…The Real Album». Die Sorrows haben die Songreihenfolge angepasst, die Synthesizers weggelassen und die Songs wurden im Retro-Style neu eingespielt. Extreme Dynamik darf Mann und Frau also nicht erwarten. «Love Too Late» sollte ein Album seiner Zeit bleiben. Zudem gibt es mit «Street Punk Blues» einen Bonustrack. Der Auftakt «Christabelle», einer der besten Songs des Albums wurde spärlicher aber klarer aufgenommen und instrumentiert. Bei «Crying Time» haben die Sorrows den Reggae-Rhythmus stärker betont. Man könnte den Stil des Songs glatt als Power-Pop-Reggae bezeichnen. «So Much Love» hat einen anderen Anfang und kommt mit weniger Piano aus. «Breaking My Heart (Over You)» klingt zuweilen folkiger und die Synths wurden weggelassen. Der Pomp-Rock-Charakter des Tracks wurde aber beibehalten. Bei «What I Used To Know» wurde der etwas wässrige klingende tanzbare Rhythmus entfernt. Auch «Rita», ein weiterer Höhepunkt des Albums klingt jetzt noch frischer. Manchmal kommt am Ende halt wirklich alles gut.   

Roebi
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