Dilly Dalley Alley Make You Whole

Dilly Dalley Alley
Make You Whole
Selfreleased

Im Auftakt-Instrumental «Reaching Out To The Blue Sky» des Albums «Make You Whole» treffen Philipp Glass auf die schrill-schrägen Swollen Monkeys, einem Ableger von Tin Huey / The Waitresses. Besagte Band hatte 1981 mit «After Birth Of The Cool» ein verqueres und spassiges Jazz-Funk-Album vorgelegt, das man hier in der Schweiz auch gut an der Fasnacht spielen könnte. «Reaching Out To The Blue Sky» ist aber nicht repräsentativ für den Rest von «Make You Whole». Was nur bedingt schade ist. Der vielschichtige im Jazz beheimateten Sound der siebenköpfigen, in Minneapolis ansässigen Band klingt stimmig und berührend . Speziell die Stimme von Sängerin und Songschreiberin Sophia Spiegel verleiht den Songs das gewisse Etwas. In «Give Yourself Up to Yourself» umweht Spiegels Stimme den geneigten Hörer wie ein sanfter Hauch. Pure berührende Poesie. «See How She Moves» besticht durch Bläser und jazzig-funkige Grooves. Im eher melancholischen «Beloved Beckons» nähert sie sich Madeleine Peyroux. Im verspielten «Bathtub Born» dominiert ihr angestammtes Instrument Cello. Der folkige Titeltrack würde gut zu Joni Mitchell passen. Und zum Abschluss zieht eine Prise Brassrock durch «They Say The Heart Can’t Break» und «You’re Not the One». Chicago hätten ihre helle Freude.

Roebi
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