MIKE VIOLA Paul McCarthy

MIKE VIOLA
Paul McCarthy
Lojinx

Mike Viola? Genau, das war doch der, der dem Sänger der fikitven Band  The Wonders im Film «That Thing You Do!» (1996) von Tom Hanks seine Stimme lieh und auch als Co-Produzent des Soundtracks neben seinem Freund Adam Schlesinger wirkte. Der humorvolle Film erzählt die  Geschichte des  Aufstiegs und Falls einer Band in den 1960er. Seit damals ist der ehemalige Kopf der Indieband The Candy Butchers aber nicht auf dem absteigenden Ast, im Gegenteil. Viola machte sich neben seiner Musik auch einen Namen als Produzent, Musiker und Songschreiber von Bands wie Panic! at the Disco, Shania Twain, Ryan Adams, Jenny Lewis oder Mandy Moore. Der Titel seines neuen Werkes  «Paul McCarthy» erinnert nicht ohne Grund an Paul McCartney von den Beatles. Besagter Song erzählt die fiktive Geschichte des Visual Artists Paul McCarthy, der zum fünften Beatles wird und die Welt der Pilzköpfe etwas durcheinander schüttelt. Das «Paul McCarthy» nicht ohne Beatles-Momente auskommt, versteht sich fast von selbst. Das Riff lastige «Water Makes Me Sick» enthält dagegen Black-Sabbath-Momente und ein, für eine Indierock-Band fast ungewöhnlich, Gitarrensolo. Viola fügt diese Elemente mit einer Selbstverständlichkeit zusammen. Im berühenden «Love Letters from a Childhood Sweetheart» erinnert Viola sich an den Krebstod seiner ersten Frau. Das unwiderstehliche und hoch infektiöse «Scientist Alexis» gehört nicht nur zu meinen Favoriten auf «Paul McCarthy», auch Viola selbst ist davon angetan. Und fast zum Abschluss gibt es mit «2023» noch wunderbar schwebend atmosphärischen Indiepop. Backing Vocals singt übrigens seine Tochter Josephin (aka Space Kuma). 

Roebi
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