KADAVAR – For The Dead Travel Fast

KADAVAR
For The Dead Travel Fast
Nuclear Blast/Sony
 
lg. Kadavar galten vor ein paar als Classic Hard Rock Senkrechtstarter – ihr erstes Album „Kadavar“ sowie der Nachfolger „Abra Kadavar“ liessen die Truppe durch die Decke gehen und man war plötzlich auf Headliner-Touren oder bei Genre-Festivals weit oben im Billing. Die letzten beiden Alben „Berlin“ sowie das vierte Album „Rough Times“ liessen diesen Aha-Effekt etwas vermissen, obschon sie beileibe keine schlechten Scheiben waren. Für das fünfte Album unternahm das haarig-bärtige Berliner Trio einen Roadtrip in Transsylvanien und liess sich von der dortigen Natur und dem Draculakult beeinflussen. Das neue Album „For The Dead Travel Fast“ strotzt nur so von Dynamik und sehr abwechslungsreichen Songstrukturen, welche klar aufzeigen, dass doomig angehauchter Retro Hard Rock weder altbacken noch langweilig tönen muss. Viele Bands sind austauschbar, doch was Kadavar hier hingekriegt hat, ist wirklich gelinde gesagt gelungen. Schon das Eröffnungsdoppel „The End/The Devil’s Master“ spielt mit verschiedenen Elementen und Leiter über in die phantastischen „Evil Forces“ sowie in das Black Sabbath-artige „Children Of The Night“ –  dem Hit des Albums. Im weiteren Albumverlauf geht es teilweise folkig zu und her, es tauchen doomige Elemente auf oder man hat das Gefühl. alte Alice Cooper Einflüsse herauszuhören. Lupus, Tiger und Dragon, so die Pseudonyme der Protagonisten, haben mit „For The Dead Travel Fast“ den Soundtrack zu einem Transsylvanien-Spaghetti-Western geschaffen, der roh und ungeschliffen daherkommt. Ganz starkes Album einer der besten Live-Bands in diesem Segment. 
 
Laurent Giovanoli

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