DEAD KITTENS I Am Not A Ghost

DEAD KITTENS
I Am Not A Ghost
Noisolution

«I Am Not A Ghost» macht dort weiter, wo das Debüt «Pet Obituaries» (2018) des holländisch-israelischen Duos aufgehört hatte: Unberechenbare Eigenwilligkeit, die nirgendwo so richtig reinpasst, eigenständig und doch nicht komplett aus der Welt ist. Unbeeinflusst von allem Musik zu machen, ist ja schlichtwegs unmöglich. Die fünfzehn Songs klingen etwas gestraffter, fokussierter und in wenigen Momenten fast poppig. Der Auftakt «When Will The Sun Die» glänzt durch einen solchen, eben, poppigen Chorus. Wenn die Sonne stirbt, geht wenigstens im Chorus die Sonne auf!! Der witzige Rhythmus von «A Subtle Form Of Torture» eignet sich dann bestens als ausgleichende Untermalung für besagten Song. In «I Pretend I Don’t Pretend» erklären Dirk Verschure und Oded K dann des Langen und Breiten, was sie nicht vorspielen: «I Don’t Pretend To Be A Though Guy. I Don’t Pretend To Be A Soft Guy. I Don’t Pretend To Be A Man. I Don’t Pretend To Be A Woman.» Okay!? Das Ganze wird von einem coolen Basslauf untermalt. Apropos Bass. Gitarre ist auf «I Am Not A Ghost» nicht zu hören, nur Bass, Schlagzeug, Gesang und etwas Elektronik. Mann und Frau darf den Sound der Dead Kittens irgendwo zwischen The Ex, Basement 5, Mr. Bungle, Flipper und Pere Ubu einordnen, muss aber nicht. Kategorien sind Schall und Rauch, zumindest was die Dead Kittens anbelangt.

Roebi
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