UADA Cult Of A Dying Sun

UADA
Cult Of A Dying Sun
Eisenwald/Schubert Music/Edition Waterkant

pvh. Auf Uadas Nachfolgealbum musste man zwei Jahre warten und das Warten hat sich mehr als gelohnt. Ähnlich wie beim Erstling zieht der Opener den Hörer automatisch in den Bann und lässt ihn bis zum Schluss nicht mehr los. Während das Debutalbum eine knauserige Spielzeit von 33 Minuten hatte, geizt man 2018 nicht und wird eine ganze Stunde plattgewalzt. Mit Songs, welche jenseits der 5 Minuten-Marke abgehen, schafft es die amerikanische Melodic Black Metal-Band zu begeistern. Die ersten drei Songs rattern mit hoher melodischer Geschwindigkeit durch, bei Song Nummer 4 „The Wanderer“ gibt es mit dem atmosphärischen Akkustiktrack eine Verschnaufpause, bevor mit „Blood Sand Ash“ bis zum Schluss wieder Geschwindigkeit aufgenommen wird. Die Vergleiche mit MGLA sind nicht neu, aber auch nicht ungerechtfertigt, wenn man sich den zweiten Song „Snakes & Vultures“ zu Gemüte führt. Auch die Bandfotos mit den abgedeckten Gesichtern winken in die Richtung der polnischen Black Metaller. Uada schaffen es genau wie MGLA, Batushka oder auch Inquisition, eine intensive Atmosphäre zu schaffen, unterscheiden sich aber dadurch, dass man nicht ganz die hypnotische Mehrschichtigkeit der anderen Bands entwickelt. Dafür hat man die Wurzeln eher bei den melodischen Black/Death Metal-Bands aus den 90ern aus Skandinavien – Vinterland sei mal als Beispiel genannt. Auch dieser Vergleich ist ganz klar als Kompliment gemeint. Fans des ersten Albums müssen hier sowieso zuschlagen und es bestehen keine Zweifel, dass mit diesem Werk weitere Fans dazukommen werden. Es sei der Band gegönnt. Black Metal-Highlight dieses Jahres – Unbedingte Kaufempfehlung.

PhilvanHof
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