PRAYING MANTIS Gravity

PRAYING MANTIS
Gravity
Frontiers Records

mv. Die Gründung dieser britischen Urgesteine liegt nun auch schon über 40 Jahre zurück. Praying Mantis waren jedoch schon zu den Hochzeiten der NWoBHM eher ein Aussenseiter und mit ihrem AOR/Hard Rock einiges melodischer und rockiger als die meisten Vertreter der damaligen Szene. Dafür sind die Briten um die beiden Troy Brüder seit jeher ein Garant für starke Hooklines verbunden mit fantastischen Harmony-Vocals. In der heutigen Formation ist glücklicherweise weiterhin John Cuijpers am Mikro, welcher schon das letzte Studioalbum “Legacy” von 2013 mit grandiosem Gesang veredelte. Der Mann passt einfach perfekt zum Sound der Gottesanbeterin. Als erstes fasziniert an „Gravity“ das einmal mehr wundervolle Artwork von Altmeister Rodney Matthews. Soviel zum Altbewährten dieses elften Praying Mantis-Albums. Nach dem ersten Durchhören stellt man als Hörer nämlich etwas erstaunt fest, dass der Sound und das Songwriting diesmal doch ein wenig verändert wurden gegenüber den letzten Scheiben. Es bleibt zwar alles hochmelodisch und teils bombastisch, doch mit ein paar Stücken bewegen sich Praying Mantis diesmal weniger eingängig als gewohnt in Richtung Pop und Gruppen wie Styx oder Chicago. Dem gegenüber stehen typische AOR-Glanzstücke wie der Opener „Keep It Alive“ mit seinem packenden Monsterchorus oder das kongeniale Titelstück „Gravity“. Die Band beweist auch im 2018 noch Mut zur Innovation und verlangt dem Hörer mit dem neuen Album etwas mehr Zeit und Geduld ab als bei den Vorgängern. Dies wird aber belohnt und so ist schlussendlich auch dieses etwas ungewöhnliche Mantis-Album sehr empfehlenswert.

Michael
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Michael Vaucher schreibt seit 2011 für's TRACKS Magazin im Bereich HardRock/Heavy Metal. Zudem ist er der Gründer der Schweizer Metalband EMERALD, welche seit 1995 aktiv ist und bereits 7 Alben veröffentlichte.

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