HELSTAR Clad In Black

HELSTAR
Clad In Black
Massacre Records

mv. Endlich wieder ein neuer Release der Texaner Helstar. Leider ist «Clad In Black» nicht ein komplett neues Studioalbum sondern «nur» eine EP mit drei neuen Stücken sowie drei Coverversionen. Und wer sich letztes Jahr bereits die “Black Wings Of Solitude“-7” Single kaufte, kennt bereits zwei Songs davon. Trotzdem, «Clad In Black» ist ein absoluter Pflichtkauf für US Metal-Fans und natürlich Helstar-Anhänger. Denn die drei neuen Stücke sind schlichtweg grandios und was vom Besten, was die Band seit der Reunion veröffentlicht hat. «Dark Incarnation (Mother Of The Night)» knüpft an die 80er Platten der Band an und bietet Texas Metal in Perfektion (verspielte Riffs, Tempiwechsel, gekonnte Leads und die immer noch mächtige Stimme von James Rivera). «Black Wings Of Solitude» ist danach eine dunkle, mystische Halbballade mit tonnenweise Atmosphäre und einem Refrain, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Der Song knüpft an den alten Klassiker «Winds Of War» an (vom ‘88er «A Distant Thunder» Album) und ist alleine den Kauf dieses Albums wert. »Across The Raging Seas» ist danach ein Uptempo-Knaller, welcher ebenfalls mit den alten Trademarks der Band glänzen kann. Die Coverversionen «Restless And Wild» (Accept), «After All» (Black Sabbath; vom unterbewerteten Dehumanizer-Album) und «Sinner» (Judas Priest) sind fantastisch interpretiert, wobei vor allem «Restless And Wild» aufgrund der Gesangsleistung und härteren Ausrichtung heraussticht und mehr als überzeugt. Die Vinyl-Version ist damit zu Ende, für die CD-Version gibt es als Bonus noch das letzte Album «Vampiro» (von 2016) zusätzlich. «Vampiro» war bis jetzt in Europa nur als Import erhältlich und deshalb macht dieser «Bonus» mehr als Sinn (abgesehen davon, dass die Scheibe ein Killer vor dem Herrn ist und in jede US Metal-Sammlung gehört). Ein geniales Artwork und eine grossartige Produktion runden diesen wundervollen Release ab. Die Vorfreude aufs nächste volle Studioalbum ist riesig!

 

Michael
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Michael Vaucher schreibt seit 2011 für's TRACKS Magazin im Bereich HardRock/Heavy Metal. Zudem ist er der Gründer der Schweizer Metalband EMERALD, welche seit 1995 aktiv ist und bereits 7 Alben veröffentlichte.

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