THE SCARLET GOODBYE Hope’s Eternal

THE SCARLET GOODBYE
Hope’s Eternal
Angel Dust Records

Hinter The Scarlet Goodbye stecken Daniel Murphy (Soul Asylum und Golden Smog) und Jeff Arundel, der von allem als Solokünstler bekannt ist. Für Murphy, der sich nach seinem Ausstieg bei Soul Asylum 2012 mehr um seine Kunstgalerie Grapefruit Moon Gallery kümmerte, ist es die erste musikalische Zusammenarbeit mit Veröffentlichung seit langem. Ab und zu gab Murphy bloss vereinzelte Auftritte mit Golden Smog. Jeff Arundel hat als Singer Songwriter schon einige Alben veröffentlicht. Sein letztes, «Bomb», erschien 2011. Der feine Auftakt «Rosary» könnte glatt als verlorener REM-Song durchgehen. «Panic and Blame» schaltet einen Gang runter und verfügt, trotz des Titels, über wunderbare Chöre und eine wunderbar zerbrechliche Stimme. «Angel Dust» offeriert harmonischen Janglepop. Die zerbrochene-Liebe- Ballade «Paris» klingt dann tatsächlich wie eine Soul-Asylum-Nummer. Ein weiterer Höhepunkt von «Hope’s Eternal» und für mich der beste Song ist «The Ballad Of Juli Ann». Die vielschichtige Alt-Rock-Nummer überzeugt mit viel Atmosphäre, Dynamik und Dramatik. Mit der Hüsker Dü Coverversion «Celebrated Summer» beweisen The Scarlet Goodbye, dass sie Fremdmaterial mit neuen Facetten und Nuancen auf eine neue, andere Ebene heben können. Das melancholische «Fresh New Hell» greift mit akustischen und auch verstörend rockigen Elementen das leidige Thema Corona auf. «Minor Things» ist ein verträumt-sehnsüchtiger Abschluss mit dem Wunsch / der Sehnsucht nach Harmonie: «Sing To Me In Harmonies. An Orchestra That Plays For Me, Please.»

Roebi
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