PETER PIEK Electric Babyland

PETER PIEK
Electric Babyland
Soul Food

Am Anfang stand der Kauf eines Synthesizers. Ein paar Jahre bevor der deutsche Peter Piek sein neues Album «Electric Babyland» in Angriff nahm, kaufte er sich ein solches Teil. Der aus Leipzig stammende Maler, Performance-Künstler, Songwriter und Multiinstrumentalist wollte auf seinem fünften Album «Electric Babyland» den Focus auf elektronische Musik legen. Die Gitarren sind zwar nicht ganz verschwunden, aber sie nehmen in den neun Songs sehr wenig Raum ein. Elektropop oder Synth-Pop wie man früher sagte, dominiert «Electric Babyland». Der unprätentiöse Auftakt «Green Blue» gepaart mit Pieks sanfter Stimme nimmt den geneigten Hörer fast unmerklich ein. Im rhythmischen und tanzbaren «We Should Be High», das zuweilen an OMD mahnt, werden auch die Beine bedient. Das behutsame «Colours» zeigt einmal mehr, dass es Piek nicht um grosse Gesten geht. Im einzigen deutsch gesungenen «Rot Gelb» begibt er sich auf das Terrain von Rheingold, Kraftwerk und einmal mehr OMD. Der Rhythmus von «Lines» klingt pulsierend und düster. «You And I Will Last» lässt durch die tanzbare Melancholie aufhorchen. «Electric Babyland» endet mit dem melancholischen «You’ll Never Be The Same». Unaufdringlicher Elektropop mit Retro-Charme.

Roebi
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