CREYE Creye

CREYE
Creye
Frontiers Records

mv. Und wieder eine neue Band und Scheibe aus Schweden, welche dem Melodic Rock/AOR fröhnt und gleich mit dem Debutalbum einen bärenstarken Eindruck hinterlässt. Aber der Reihe nach. Creye wurden eigentlich als Projekt vom Gitarristen Andreas Gullstrand (Grand Slam) gegründet und konnten dank einer EP so grossen Eindruck hinterlassen, dass man das Ganze bald als richtige Band in Angriff nahm. Dabei wurde der Art Nation-Sänger Alexander Strandell durch Robin Jidhead (der Sohn von Alien-Sänger Jim Jidhead) ersetzt. Dieser passt mit seiner klaren Stimme perfekt zur Musik von Creye und dürfte seinen Vater mit dieser Scheibe richtig stolz machen. Denn „Creye“ ist ein echter Hammer geworden. Was Schriftzug und Artwork bereits andeuten wird beim Opener „Holding On“ musikalisch verdeutlicht: Creye versprühen Achtziger-Attitüde ohne Ende und machen dies aber auf qualitativ extrem hohem Niveau. Bei fast allen Songs stehen coole Synthesizer-Sounds an erster Stelle und noch über den Gitarren dominant im Gesamtsound. Mit „Nothing To Lose“, Christina“ oder „Straight To The Top“ gibt es nach dem genialen Opener noch weitere Volltreffer in Sachen Hooks und Melodien. Dazu wurde das Album mit einer absolut fantastischen Produktion veredelt. Einziger Kritikpunkt ist die Länge des Albums, welchem mit satten 13 etwas gleichförmigen Stücken hinten raus dann etwas die Luft ausgeht. Hier hätte man als Band oder Plattenfirma wie beim Rest der Platte die Achtziger im Fokus behalten und höchstens zehn Songs pressen sollen. Aber auch so ist das Debut von Creye wärmstens allen ans Herz gelegt, welchen die letzten Outputs von Find Me, Kryptonite, Grand Slam, Work Of Art oder H.E.A.T. gefallen haben.

Michael
About Michael Vaucher 78 Articles
Michael Vaucher schreibt seit 2011 für's TRACKS Magazin im Bereich HardRock/Heavy Metal. Zudem ist er der Gründer der Schweizer Metalband EMERALD, welche seit 1995 aktiv ist und bereits 7 Alben veröffentlichte.

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