ABINCHOVA Weltenwanderer

ABINCHOVA
Weltenwanderer
Massacre/Musikvertrieb

hug. «Ich wett üch e Gschicht verzelle vo siebe Musikante…» So begannen die ersten beiden Alben der Luzerner Folkmetaller, und so fängt auch ihr drittes Album an. Das heisst, eigentlich ist es ihr viertes, wenn man das nie veröffentlichte «At The Hooting Deer» von 2007 mitrechnet. Und diesmal haben Abinchova besonders gut lachen: Coroner-Mastermind Tommy Vetterli und Manuel Wiget haben das Album produziert und dem sowieso schon grossartigen Sound von Abinchova nochmal kräftig eins draufgesetzt, was Klangqualität und Songdynamik betrifft. Entsprechend erscheint «Weltenwanderer» nun passend auf dem internationalen Label Massacra. Sehr schön, sehr gut, das freut uns. Wie immer beschäftigen sich die fünf Jungs und die beiden Mädels mit alten Sagen aus der Schweiz und arbeiten diese zu Folkmetal auf, den sie sehr präzise und sehr passend mit Handörgeli und Violine durchsetzen, alles in allem in einer sehr organischen Dynamik von Prügel und Poesie. Natürlich werden Metal-Fans, die mit dem für dieses Genre typischen Krächzgesang sowieso nichts anfangen können, deshalb nicht zu Abinchova-Fans mutieren. Aber rechnet man diesen als gegeben, ist «Weltenwanderer» ein makelloses Pagan-Album.

Christian
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Seit den Sex Pistols «into music», seit 2001 freier Journalist und Buchautor. Jahrelange Mitarbeit im «Music Scene», «Toaster», TagesAnzeiger - Ernst», «Style» und andere. Kein MP3-Freund.

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