THE AMBER UNIT Fear No Giant

THE AMBER UNIT
Fear No Giant
Radicalis

The Amber Unit stammen aus Basel und können schon einiges an Erfahrung aufweisen. Das Quintett firmierte früher und dem Namen Bent und nannte sich später Whysome. Unter beiden Namen veröffentlichten sie Alben. Erwähnenswert ist beispielsweise Bents raue Indierock-Scheibe «Missing» von 1999 und Whysomes poppiges Werk «Of The Need To Wait» (2004). The Amber Unit ist hingegen eine andere Geschichte. Auf «Fear No Giant» ihrem zweiten Werk nach «While You Started A Revolution – We Started Love» von 2011 übt sich die Band um Sänger Victor Hofstetter in musikalischer Zurückhaltung. Der Auftakt «Oh Cécilia» kommt schleppend aus den Boxen gekrochen. Hofstetter‘s Stimme legt sich über den elektronischen Unterbau. Erst nach gut einer Minute setzt das Schlagzeug ein. Musikalisch klingt das nach düsterem Indierock à la Radiohead, Elbow, Cure, Muse und zuweilen etwas Joy Division. Das Motto von «Fear No Giant» ist laut Pressebeiblatt «It’s The Small Things That Kill». Im zweiten Song «Brother» klingt diese Düsterness gar poppig: «You Killed For Money In The Backyard While I Lived My Life Down In The Swamps». Im Chorus wird dann fast unendlich die Zeile «Some Kind Of Demon» wiederholt. Intensiv. Reduziert auf das Wesentliche ist der Folksong «700». Besagter Track, der die Geschichte von Sally erzählt, die plötzlich verschwindet, wird fast nur von einer akustischen Gitarre getragen. Im Kontrast dazu steht der folgende Track, das kratzige «Nebula», das an Jesus And Mary Chain und die Sisters Of Mercy mahnt. Gemein ist beiden, einmal mehr, ihre Intensität.

Roebi
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