BRAD BROOKS God Save The City

BRAD BROOKS
God Save The City
Mouth Magic Music

Lange acht Jahre ist es her, seit dem letzten Werk von Brad Brooks. Seit «Harmony Of Passing Light», das 2012 erschien, ist viel passiert. Vor fünf Jahren wurde bei Brad Brook bei einem Zahnarztbesuch Kehlkopfkrebs festgestellt. Es begann eine lange Zeit der Angst, Wut, der Zweifel aber auch des Akzeptierens. Auch stand die Ungewissheit im Raum, ob der aus der Bay Area stammende Brooks vielleicht nie mehr singen könne. Sein neues Album «God Save The City» widerspiegelt n.a. diese schwierige Zeit und ist gleichzeitig eine Aufarbeitung. Das vierte Werk eröffnet mit dem musikalisch aggressiven Titeltrack: «But Your Phone Ain’t Gonna Tell You How To Fucking Feel.» Tonio K hätte seine Freude daran. Das folgende, soulrockige «Feel The Might» klingt versöhnlicher: «Kissing Like We Saved Heaven On The Ground. Move It All Around. Can We Trust What We Say Enough? Love Has A Way Of Comin.» Die Liebe als Rettung!? In «Why Do You Hurt» singt Brooks dann von enttäuschter Liebe, erneut mit viel Seele: «Called It Love Then Ya Pushed Me Aside.» In «Strange Fruit Numb», das zu Beginn an Japans «Love Is Infectious» mahnt, wünscht Brooks sich: «Can You Turn My Anger Into Love?» Das beseelte balladeske «The Chance» thematisiert Geduld, zu warten. Im zuweilen an David Bowie erinnernden «Do The Same For Me» hofft er auf Hilfe von oben: «And Gold Is Never Worth The Loss Of Faith. So If You Whisper To Some Angels Could You Ask Them To Do The Same For Me?» Am Schluss offenbart Brooks im emotionalen «Scared I Was» seine Angst, aber auch Hoffung: «Fear Can Change You. Keep You From What’s True. Believe In Angels That Watch Over You.» Mit «God Save The City» hat ein tief berührendes Werk voller Tiefe, Liebe und Hoffnung geschaffen. 

Roebi
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