WOLF COUNSEL – Destination Void

WOLF COUNSEL
Destination Void
Endless Winter

pvh. Fast hätten es Wolf Counsel geschafft, aber leider knapp verpasst – nämlich den jährlichen Release-Rhytmus einzuhalten. Das war sicherlich nicht der wirkliche Plan, zeigt man aber mit dem 4. Album innerhalb von gerade knapp 4 Jahren jedoch einen gewissen Ehrgeiz, aber eigentlich auch konsequenter Durchhaltewille. Dass Quantität nicht die Qualität beeinflusst, beweisen uns Wolf Counsel ohne mit der Wimper zu zucken. Auf der 4. Platte „Destination Void“ hat man wirklich alles richtig gemacht. Das Ganze wirkt kompakter, ausgefeilter, heavier und mächtiger. Nichts wird dem Zufall überlassen und die toll ausgearbeiteten Songs mit (eigentlich für ein Doom-Album obligatorischen) Orgel- und Glockenklang-Intros, eingängigen Refrains, heavy Gitarrenriffs und -solos lassen den Hörer glücklich gedoomt zurück. Hervorzuheben ist der zweite Song „Nova“ mit dem übermächtigen Candlemass-Riffing und dem zeitweise an Messiah Marcolin angelehntem Gesang. Der 10-minütige Abschlussdoomer „Staring Into Oblivion“ mit dem charmanten Sabbath-Riffing ist auch ein klarer Favorit. Wobei es unfair wäre, nur diese beiden Songs zu nennen. Seien es der Opener „Nazarene“ oder „Tomorrow Never Dies“  – das Album weiss als Ganzes zu überzeugen. Es wäre erstaunlich, wenn nicht mehrere neue Songs im neuen Live-Set auftauchen würden. Achtung Vinyl-Fans: Auch hier gibt es wieder eine tolle Vinylpressung, welche aber nur auf 100 Stück limitiert ist. Buy now or cry later! Aber auch für nicht Vinylologen gilt Kaufzwang, wenn man klassischen heavy Doom Metal mag. Bei der grossen Masse an Underground-Doom-Bands, welche in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen sind, hat man sicherlich eine grosse Konkurrenz. Diese muss Wolf Counsel keinesfalls scheuen und man kann den Eidgenossen nur wünschen, dass man mit dem tollen Album den Bekanntheitsgrad weiter steigern kann.

Phil van Hoof

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