ULTIMA RADIO Dusk City

ULTIMA RADIO
Dusk City
Panta R&E

«Dusk City» ist nach «A Thousand Shapes» (2017) und dem Debüt, der «Ultima Radio EP», die 2015 erschien, das dritte Werk der Grazer Band um Sänger Zdravko Konroad. Die Band hat sich seit ihren Anfängen ziemlich weiterentwickelt. Gab es auf der 6-Track EP noch beschaulich, fast psychedelisch relaxte Songs wie «Moroccan Honey» oder «Mothership» oder zuweilen spacige wie «Day Of The Mantis» so ist «Dusk City» immer wieder ruhe- und rastlos. Die 13 Songs klingen vergleichsweise druckvoller und kompakter. Der Auftakt «Your Skin» glänzt durch Brummelbass, gezielte Härte und fiebrige Momente. «Limber» thematisiert den Optimierungswahn unserer Gesellschaft: Bleib geschmeidig (Stay Limber). «7 Of 8» wirft coole, QOTSA kompatible Riffs in die Runde. «I Am Done With Misery, Eager To, To Leave This Sphere. » «Siberian» offeriert dann, erstmals, vereinzelt ruhige Momente, gepaart mit hymnischen Elementen. Welch eine Kraft. «Interlude 1» unterstreicht den rastlosen Charakter des Albums: «Get On The Train And Let It Take You Away. Always In Motion», heisst es im nur im Booklet abgedruckten Text. «Monotyper» ist erneut eine Breitseite QOTSA. Wuchtig, dynamisch und gut. «Icarus» lässt im ordentlich poppigen Chorus die Foo Fighters erahnen. Hier stürzt niemand ab. (: «Again And Again» könnte dann ebenso gut von Muse stammen. Der fast am Schluss stehende Titeltrack klingt knarzig und in jedem Moment spannend. Und auch der Text hat es in sich: «Don’t Want Me To See Their Rotten Corpses. Don’t Want Me To See What Lies Behind. Nothing To See, Nothing To Deny.»

Roebi
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