THE JACKETS Queen Of The Pill

THE JACKETS
Queen Of The Pill
Voodoo Rhythm

«Queen Of The Pill» ist das vierte Werk der in Bern sesshaften Garagenrockband The Jackets um Frontfrau Jack Torera aka Jackie Brutsche (Gitarre, Gesang), die auf dem Cover aussieht, als wäre sie aus dem Stanley-Kubrick-Film «Clockwork Orange» entsprungen. Was irgendwie auch zum Sound der zehn Songs passt. Diese klingen wild, übersteuert, knarzig und abgedreht, Mann und Frau ist zuweilen gar versucht, etwas verrückt zu sagen. Und natürlich auch zur anderen Leidenschaft von Brutsche, dem Filme machen. Songs wie «Dreamer», «Move On» oder  «Deeper Way» würden gut zu einem abgedrehten Sixties-Movie à la «The Trip» oder «Psych-Out» oder zu einen Spaghetti-Western («Floating Alive») passen. Der Fuzz getränkte Garagenrock des Trios, das seit 2008 existiert, haut rein das es eine wahre Freude ist. Wer auf Bands wie Count Five, The Seeds, The Sonics, aber auch auf Punkbands wie The Saints oder The Damned steht, darf nicht an «Queen Of The Pill» vorbeigehen. Überdreht gut! Und textlich gibt es mit Themen wie Identität («Dreamer»), Erwachsenenwerden («Move On»), Medikamentenmissbrauch («Queen Of The Pill»), Selbstfindung («Be Myself») und Einsamkeit («Don’t Leave Me Alone») auch noch Tiefgang.

Roebi
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