THE HARMALEIGHS She Won’t Make Sense

THE HARMALEIGHS
She Won’t Make Sense
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Im schleppenden Auftakt ihres zweiten Albums «She Won’t Make Sense» bricht das US-Indiepop-Duo The Haramleighs eine Lanze für die vom Leben gebeutelten: «You’re Writing Anthems For The Weak. I Don’t Wanna Hear ‘em But I’m Weak.» Nicht immer will man sich mit seiner eigenen Schwäche auseinandersetzen. Mit «Anthems For The Weak» thematisiert Haley Grant, der eine Teil des Frauenduos, aber auch die eigene Depression, die sie seit Jahren gefangen hält. Sie gibt ihr auch gleich den Namen Susan. «She Won’t Make Sense» ist ein Album über die Angststörung von Grant geworden und wie sie damit umgeht. In der Single, dem zu Beginn an die Talking Heads mahnenden «Sorry, I’m Busy», redet Haley darüber das Mann und Frau immer wieder Entschuldigungen finden muss, wenn es einem schlecht geht. «Ooo, I’m Sorry, I’m Busy. Ooo, I’m Sorry, Please Forgive Me. I’m Melting To My Couch. I’m Pulling My Hair Out. You Won’t See Me Crying. I Think That I’m Dying. I’m Biting My Nails. I Am In My Own Jail…» Irgendwie spürt man in solchen Zeilen auch eine gewisse Selbstironie. Diese hilft zur Distanzierung. Wahrscheinlich hat Haley auch deshalb ihrer Krankheit den Namen Susan gegeben!? Diesen Anflug von Selbstironie vernimmt man auch in «Don’t Panic»: «Don’t, Don’t Panic. Don’t, Don’t Panic. But What If That’s All I’m Good At?» Auch musikalisch sind die zehn Songs  gottlob nicht immer tieftraurig ausgefallen. Der offene Indiepop kommt immer wieder leichtfüssig daher, wie zum Beispiel in «When I Was A Kid». Es gibt immer Hoffnung! The Haramleighs wollen mit «She Won’t Make Sense» auch anderen Mut machen, offensiv mit ihrer Depression umzugehen. Das ist ihnen gelungen.

Roebi
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