THE GREEK THEATRE When Seasons Change

THE GREEK THEATRE
When Seasons Change
Eigenvertrieb

Ein kurzes, leises Anschwellen und schon ist der geneigte Hörer drin im dritten Werk » (Eine EP namens «The Sunniest Day» gab 2016 auch noch) des schwedischen Duos The Greek Theatre um Sven Fröberg und Frederick Persson. Flöten und dezentes Feedback gesellen sich dazu, in diesem rein instrumentalen Auftakt, der über den Rest von «When Seasons Change» täuscht. Der zweite Song «Lawrence Of Laurel Canyon» gibt eine andere Richtung vor. Harmonischer Neo-Westcoast-Psych-Pop mit leicht verfremdeter Stimme, zuweilen sphärisch. Diese Vielfalt und zeitweilige Unberechenbarkeit kennt Mann und Frau bereits von den Vorgängeralben. Der nächste Track, die fast dreiminütige Instrumentalnummer «The Post Factual Jam» ist in dieser Hinsicht wahrscheinlich das Extremste, was man vom «Griechischen Theater» bis dato zu hören bekommen hat. Wilde, ausufernde Feedback getränkte Garagenpsych-Riffs und -solos wandern vom linken  zum rechten Lautsprecher und wieder zurück. Das sanfte «Old Jawbone» könnte dazu nicht gegensätzlicher sein. Behutsamer Soft- und Barockpop mit sanftem Gesang.  Ein solcher Gegensatz ist aber einmalig auf «When Seasons Change». Der folgende Song «Bible Black Mare» klingt ähnlich verhalten, tendiert aber in Richtung Neil Young und Pink Floyd. «The Caboose», etwas weiter fügt dann gar luftige Easy-Listening-Sounds hinzu. Und der Abschluss «Sail Away (Part Two)», «Part One» ist auf «Lost Out At Sea»  (2013) zu finden, ist wunderbar behutsamer Folk-Psych-Pop. «Formidable» wie wir Franzosen zu sagen pflegen!!

Roebi
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