THE GREAT MACHINE Working Class Anarchist

THE GREAT MACHINE
Working Class Anarchist
Noisolution Records

Zwei Jahre nach ihrem fünften Werk «Funrider» (2023) veröffentlicht die israelische Band The Great Machine ihr sechstes Album. «Working Class Anarchist» zeigt eine Band, die sich immer noch an der unerträglichen Situation im eigenen Land aufreibt. Die rohe und kratzige Mischung aus Stonerrock, Doom und Punk wird mit düsteren Texten unterlegt. Da wird an einer Dämon-Party getanzt («Demon Party»), der unsägliche Alltags-Zustand besungen («Bound By Fire») vom flüchtigen Teufel in Jungengestalt («Beelzeboy») halluziniert oder eine wahrscheinliche Referenz an The Smiths mit «Louder Than Bombs» hingeschmettert . Sind im monoton-düsteren Song die Schreie der Menschen im kriegsgeplagten Land gemeint? Im punkigen «Anarchy» rufen sie zu eben dieser auf: «What Is Happen In This World!? We Got To Get Some Anarchy.» (ungefährer Wortlaut, da kein Textblatt vorhanden). The Great Machine versuchen trotz allem dem Leben etwas Gutes abzugewinnen. Sie touren viel und versuchen, Spass zu haben. Und zum Glück haben sie ihren Humor dabei nicht ganz verloren. Das Video zum Song «ABQ» (Apex Ballerina Queen) zeigt Krieg als wahnwitzig irrsinniges comic-haftes Geschehen, das von Apex Ballerina Queens (verirrten Führern) befehligt und von nützlichem Kanonenfutter ausgeführt wird. Wie sang Edwin Starr 1970 doch so treffend: «War, Huh, Yeah. What Is It Good For? Absolutely Nothing.»

Roebi
About Roebi 513 Articles

Be the first to comment

Leave a Reply