THE BLAND Beautiful Distance

THE BLAND
Beautiful Distance
Backseat

Im Pressebeiblatt steht etwas von Schwedens wildester Liveband. Auf dem Cover von «Beautiful Distance» sind fünf Herren abgebildet, die eigenartige Turnübungen vollziehen. Besagte Herren sehen überdies eher kauzig aus. Und dann bedeutet der Bandname The Bland auf Deutsch auch noch «fade». Was einem auf «Beautiful Distance» erwartet, ist also mehr als eine Überraschung. Der Auftakt «17» klingt wie dröger 70er Disco-Pop, irgendwie, irgendwie auch nicht. Wann kommt die unerwartete, schräge Abzweigung? Leider kommt keine. Auch die zweite Nummer, das relaxte, tanzbare «Stop For Me Baby, Please» kommt ironiefrei und überraschungslos daher. Der Titeltrack ist dann auch noch komplett entspannter Lo-Fi-Indiepop. Wo bitte, ist hier der Wildheit der Band um Sänger Axel Őberg? Diese sollte doch zumindest ansatzweise auch auf Tonträger spürbar sein?! Keine Spur davon, auch in der Folge nicht. The Bland bleiben stoisch relaxt, unbeeindruckt und irgendwie auch kitschig. Im fast letzten Song «Scars» pfeifen sie auch noch. Etwas ändert sich aber: Je mehr Mann und Frau sich «Beautiful Distance» zu Gemüte führt, desto mehr treten nicht gleich offensichtliche Qualitäten der Songs zu tage. Man fängt an, im Takt einzelner Songs mit zu wippen und einzelne Melodien wollen einem plötzlich nicht mehr aus den Kopf. Muss Gehirnwäsche sein!!?

Roebi
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