TEAR GAS Same

TEAR GAS
Same
Esoteric Recordings

1977 erschien mit «Fourplay» ein Album der The Sensational Alex Harvey Band ohne Alex Harvey. Trotz einiger interessanter Songs (z.B. «Shake Your Way To Heaven» oder «Pick It Up And Kick It ») war «Fourplay» nur Mittelmass. Zu sehr fehlte die inspirierende Kraft von Alex Harvey, der leider 1982 verstarb. Diese Kraft hatte Zal Cleminson, Chris Glen, Ted McKenna und Hugh McKenna auch 1972 aus ihrer Sackgasse geholt. Damals verpflichtet Harvey Tear Gas als Backingband, anscheinend auf Bestreben des New Musical Express. Die ersten drei hatten Ende der 1960er und anfangs der 1970er Jahr mit ihrer Band Tear Gas zwar Potential gezeigt, aber mehr auch nicht. Ihr erstes Werk «Piggy Go Getter» (1970) klang etwas kraft- und saftlos. Das zweite, selbstbetitelte Werk, 1971 veröffentlicht, zeigte mehr Klasse. Vor allem das Gitarrenspiel von Zal Cleminson stach ins Auge. Den Sound, den er später in der The Sensational Alex Harvey Band perfektionierte, schimmerte hier schon durch. Zudem klang der Hardrock jetzt wirklich energetisch und kraftvoll. Neben dem Auftakt «That’s What’s Real» war es vor allem die hart rockenden Coverversionen von «Jailhouse Rock» und «All Shook Up». Die Schwachstelle von Tear Gas war Sänger Davey Batchelor, der zuweilen etwas saftlos klang, z.B. in «Lay It On Me». Er hatte aber auch, wie im souligen «Where Is My Answer» gute Momente. Interessant ist auch eine weitere Coverversion, «Love Story» von Jethro Tull, die Tear Gas später auch mit Alex Harvey auf «The Penthouse Tapes» (1976) einspielten. Der direkte Vergleich zeigt welche positive Wandlung der Song durchmachte, nicht nur gesanglich sondern auch musikalisch.

Roebi
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