SORROWS
Parting Is Such Sweet Sorrow
Big Stir Records
Nach der überarbeiteten Wiederveröffentlichung von «Love Too Late» (2021) als «Love Too Late... The Real Album» legen die amerikanischen Power-Pop-Veteranen Sorrows (1977 gegründet) mit «Parting Is Such Sweet Sorrow» ein unveröffentliches Album aus dem Jahre 1981 vor. Der grösste Teil der Songs entstand in der gleichen Zeit wie ihr zweites Werk «Love Too Late», mit dem die Band um Frontmann Arthur Alexander nicht zufrieden war. Die 14 Songs wurden live in einer Nacht im Mediasound in New York City eingespielt. Als Produzent neben Alexander fungierte Mark Milchman, mit dem sie bereits auf ihrem grandiosen Debüt «Teenage Heartbreak» (1980) gearbeitet hatten. Neben 11 eigenen Songs finden sich auch drei Coverversionen auf «Parting Is Such Sweet Sorrow». Am auffälligsten klingt Eddie Cochran’s «Somethin’ Else». Sorrows Version sprüht nur so von punkiger Energie, dass Cochran die Kinnlade runterfallen würde. Auch «Have You Seen Your Mother, Baby, Standing In The Shadow» (Rolling Stones) und die Pirates-Nummer «You Don’t Own Me» überzeugen durch viel Energie. Die elf Eigenkompositionen sind musikalisch bunt gemischt. Neben hochinfektiösem Power-Pop wie «Never Mind», «What A Good Boy!» (Ironie), «Just One Fool To Blame» oder «Too Much Love» finden sich Ausflüge in den Rockabilly («Let Me Know»), Fifties-Referenzen («Kiss You Later») und Surf-Songs («Slo’ Surfin’») auf «Parting Is Such Sweet Sorrow». «Cricket Man» enthält überdies Anleihen an John Lennon und ELO. Die unterschiedlichen Songs verbindet die unglaubliche und ansteckende Energie. Die Welt war noch nicht parat für eine solche Vielfalt. Jetzt ist sie es. Was für ein Album.







Wäre toll!
Gruß Roy