SODOM The Arsonist

SODOM
The Arsonist
Steamhammer/SPV

mv. Schon das sehr geile Artwork des neuen Sodom Albums macht riesig Vorfreude und lässt die Erwartungen steigen. Die Band geht textlich (das ewige Kriegsthema) wie soundmässig zurück zu den Wurzeln. Hier klingt nichts nach modernem Thrash Metal. Das Album wurde analog aufgenommen und klingt auch so, was die Band klar von Brüdern im Geiste wie Kreator oder Destruction unterscheidet. Statt Trigger und Hochglanz gibt’s räudige Sodom wie zu Persecution Mania-Zeiten und auch die Vorbilder wie Venom, Tank und Slayer scheinen immer wieder herrlich durch. Am besten gefällt mir das neue Album, wenn das Gaspedal ordentlich durchgetreten wird. «Trigger Discipline», «Sane Insanity» oder «Twilight Void» sind Paradebespiele dafür und dürften auch alte Slayer Maniacs in Ekstase versetzen. Das schleppende „Obliteration Of The Aeons“ zeigt eindrücklich, dass auch ohne Tempo viel Härte und Wucht erzeugt werden kann. «Witchhunter» ist ein weiteres Highlight und schönes Tribut an den legen¬¬dären Originalschlagzeuger. Nicht jeder Song auf «The Arsonist» ist ein Volltreffer, es gibt leider auch ein paar etwas unscheinbare Nummern mit zu wenig Wiedererkennungswert. Die Ehrlichkeit und der unglaubliche Charme, der dieser Old School Thrash Metal-Brocken versprüht macht das aber sofort wieder wett. Die Gelsenkirchener Szene-Institution rund um Tom Angelripper und Frank Blackfire muss eh niemandem mehr etwas beweisen. «The Arsonist» wird keinen Sodom Fan enttäuschen und ist nach einigen kürzlich getätigten Aussagen von Tom Angelripper bezüglich Bandpause hoffentlich nicht das Abschiedsalbum dieser echten Kultband.

Michael
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Michael Vaucher schreibt seit 2011 für's TRACKS Magazin im Bereich HardRock/Heavy Metal. Zudem ist er der Gründer der Schweizer Metalband EMERALD, welche seit 1995 aktiv ist und bereits 7 Alben veröffentlichte.

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