SMASH INTO PIECES Evolver

SMASH INTO PIECES
Evolver
Gain Records

cw. Aus Schweden kommen nicht nur Möbel-Ketten und 2000er-Indierock, die Skandinavier wissen mittlerweile auch, wie man wuchtigen, zeitgemäßen Stadionpop produziert: Smash Into Pieces können mit ihrer explosiven Party-Mischung ihres neuen Albums „Evolver“ mühelos mit internationalen Größen wie Thirty Seconds To Mars oder Imagine Dragons mithalten und schaffen es dabei doch, ihre Eigenständigkeit zu bewahren. „Ride With U“, unter allen ohnehin schon eingängigen Songs einer der wohl radiotauglichsten, zelebriert den alten Sehnsuchtstraum von der Bonny und Clyde-Romanze: „I’ll do anything to take a ride with you“. „Superstar In Me“ ist ein hymnisches Manifest gegen Selbstzweifel und „In Need Of Medicine“ besticht ganz im Stile der Emo-Pop-Könige Twenty One Pilots mit melancholischem, eskapistischem Liebeskummer: „I’m taking those pills/Just to forget it“. Musikalisch wird „Evolver“ von knackigen Drum-Machines, hochproduzierten Synthesizern und, für die nötige Organik, zahlreichen Gitarren-Einsätzen getragen, die an die jugendliche Frische Paramores erinnern. Dazu kommt der charakteristische kehlige, melodiöse Gesang, der der Catchiness des Albums dann noch den letzten Schliff gibt. Natürlich geben sich Smash Into Pieces wenig Mühe, ihren Sound alternativ zu gestalten – das müssen sie aber auch gar nicht, denn so entsprechen sie aktuellen Pop-Standards und geben dem Mainstream trotzdem die persönliche Note, die er verdient.

Wollart
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