SHOOT
On The Frontier
Think Like A Key Music
Jim McCarty (Yardbirds, Renaissance, Pretty Things, Illusion, Box Of Frogs) war anfangs der 1970er Jahre wahrscheinlich unterbeschäftigt und voller kreativer Ideen. Gerade eben hatte er Renaissance verlassen, wollte Piano spielen (McCarthy ist eigentlich Schlagzeuger) und seine eigenen Lieder singen. Zu diesem Zweck gründete er zusammen mit Dave Green (Raw Material) und anderen Shoot. Die zehn Songs auf deren einzigem Album «On The Frontier» (1973) mischen auf eine organische Art und Weise Countryrock, Westcoast, Progressive-Rock, eine Prise Jazz und Psychedelik. Der Auftakt «The Neon Life» ist eine wunderbar harmonische Nummer im Stile von CSNY, durchzogen mit einer Prise Prog-Rock und eingeläutet mit rhythmischen Piano-Klängen / Tupfern. «Ships And Sails» mahnt wieder an CSNY und auch an die leider vergessene Band Country (Ihr Debüt «Same» erschien 1971). In «Living Blind» gesellen sich Bläser zu den wunderbaren Gesangsharmonien. Der Titeltrack ist eine überzeugende Westcoastnummer, welche die US-Band Cargoe (Ihr gleichnamiges Debüt erschien 1972) in Erinnerung ruft. «On The Frontier» ist, so nebenbei, auch auf dem Renaissance-Werk «Ashes Are Burning» (1973) zu hören. «The Boogie» mischt Country (der legendäre B.J. Cole an der Pedalsteel-Gitarre) mit einem dezenten Boogie-Rhythmus (Status Quo oh, yeah). Einen instrumentalen, psychdelischen Zwischenhalt / Übergang bietet «Head Under Water». Besagte Nummer gleitet sanft in das behutsame, folkige «Sepia Sister». Der Abschluss macht «Mean Customer», mit 7:37 Minuten die längste Nummer auf «On The Frontier». Die zuweilen improvisiert, sphärisch und jam-mässig klingende Nummer überrascht mit einem ungewöhnlichen Bass-Intro, Prog-, Jazz- und Folk-Elementen. Gegen Ende gleitet der Song in sphärische trance-ähnliche Gefilde ab. Als Bonustracks sind «Storms As Sorrows» (Radio Session) und «The Neon Life» (Radio Session) enthalten. Der Non-Album-Track «Storms As Sorrows», der sich problemlos ins Gesamtkonzept des Albums einreiht, stammt von einer John-Peel-Session und war eigentlich für ein zweites Album vorgesehen. «The Neon Life», das von 4:05 Minuten auf 6 Minuten gestreckt wurde, stammt von den gleichen Sessions. «On The Frontier» wurde übrigens bereits 2017 von Angel Air wiederveröffentlicht – mit den zwei gleichen Bonustracks. Think Like A Key Records hat das Album aber neu gemastert.
Limitierte CD-Auflage von 400.







Leave a Reply
You must be logged in to post a comment.