SEEED Bam Bam

SEEED
Bam Bam
BMG

Hier ist es nun also, das erste Seeed-Album seit dem Tod von Frontmann Demba Nabé und das erste Album nach sieben Jahren Albumpause. Mit Spannung erwartet, weil «Seeed», das besagte Album aus dem Jahr 2012, unter dem Strich auf leicht beunruhigende Weise etwas orientierungslos wirkte. Nun denn: Seeed sind immer noch Seeed, unverkennbar. Sie bringen auch zu zehnt die typische Seeed-Atmosphäre zustande, und sie haben einige Freunde ans Mikrophon eingeladen, das bringt ein bisschen Abwechslung. Das Album beginnt mit den beiden bereits bekannten Singles «Ticket» und «Lass sie gehen», dann folgt das durchaus coole «Geld» (das e als Euro-Zeichen), aber dann lassen Druck und Tempo in den Liedern nach. Man könnte sagen: Seeed haben sich in die Verinnerlichung entwickelt – mit der Konsequenz, dass die Musik zwar nicht unangenehm anzuhören, aber fern von jeder Kraft und Wucht ist – manchmal sogar bis hart an die Grenze zur Langeweile («No More Drama», «What A Day»). Hilft es da, dass «Lass das Licht an» mit Deichkind als Gäste klingt wie ein Deichkind-Track? Was wir definitiv sagen können: Die zehn Stangen Dynamit mit brennender Lunte auf dem Cover halten definitiv nicht, was sie versprechen.

Christian Hug

Christian
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Seit den Sex Pistols «into music», seit 2001 freier Journalist und Buchautor. Jahrelange Mitarbeit im «Music Scene», «Toaster», TagesAnzeiger - Ernst», «Style» und andere. Kein MP3-Freund.

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