SARAH MORRIS Say Yes

SARAH MORRIS
Say Yes
Self-Released

Die in Minneapolis beheimatete Sarah Morris macht von Anfang an klar, «Say Yes» soll ein positives, lebensbejahendes Werk sein. Sag ja, zum inneren Glühen («Glow»), das manche Menschen ausstrahlen und viele mehr haben sollten. Sag ja, zu den nicht immer humorvollen oder vielleicht doch lustigen Momenten einer Trennung («Hard On A Heart»): «The First Thing I Did Was Tear That Paper To Pieces. Nearly Small Enough To Count As Confetti. Though No One Was Celebrating That Day.» Zumindest musikalisch wäre Michelle Shocked gerne mit ihr dadurch, wahrscheinlich auch Joni Mitchell!? Sag ja, dass du falsch gelegen bist. Sich irren gehört zum Leben. Der zuweilen atmosphärische Indiefolk von «Truly Wild» ebnet den Weg durch das Dickicht des Lebens. Eine Illusion? Vielleicht auch nicht!? Sag ja, zur Liebe. Der Song «Love» hat Luft und Zwischenräume, aber auch Falltüren. Liebe ist nie einfach: Sag ja. In «The One I Choose» zeigt sich wieder diese ironische Herangehensweise an die Liebe: «Of All The Ways I Could Leave, Which Would You Prefer. Raised Voices With A Slamming Door. A Flood Of Tears On The Kitchen Floor…?» «The Stars Are Back» ist eine Art Wiegenlied für Erwachsene, die gläubigen und ungläubigen. Verschwommene und fast entrückte Erinnerungen an eine gute Zeit in «Houston», die mit einer zu starken Gewissheit einhergehen. Und der leise Abschluss «Yeah, Yeah» sagt ganz einfach Ja dazu, mit einem geliebten Menschen, Zeit verbringen zu wollen.

Roebi
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