Roy & The Devil’s Motorcycle – Good Morning Blues

Roy & The Devil’s Motorcycle
Good Morning Blues
Voodoo Rhythm

Musik kann zuweilen unerbittlich sein. «Good Morning Blues», das Debüt der Berner Band Roy & The Devil’s Motorcycle, erstmalig 1996 auf LP veröffentlicht, klingt nicht nur unerbittlich, gibt dem Begriff Lo-Fi auch eine neue Dimension. Der Abschluss «Six Feet Off The Ground» ist kein Song, sondern eine gnadenlose Lärmwalze, die alles platt macht, was sich ihr in den Weg stellt. Vergleichbare Bands wie die 13th Floor Elevators oder die Silver Apples sind ein Dreck dagegen. Schmerz, Schmerz lass nach. Ebenso der Titelsong «Good Morning Blues», die Interpretation einer Leadbelly-Nummer, ist nichts für schwache Nerven und Lärmempfindliche. Dunkel-psychedelische Nebelschwaden dämmern durch die über 8 Minuten. Die kratzige Fassung der Fugs-Nummer «Lay In The Sun» ist gleichermassen Hörsturz verdächtig. Wie auch «Candy Train», das «ungeniessbare» Süssigkeiten offeriert: Schrill, rau und verfremdetes psychedelisches Wabbern. Da ist der kurze Folk-Song «Trying To Get To You», den auch schon Elvis zum Besten gab, Balsam für die Ohren. Schmerz lass nach.

Roebi
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