P.O.D. Circles

P.O.D.
Circles
Mascote/Musikvertrieb

Die Phase war kurz, aber aufregend: Nu Metal definierte Anfang der Nullerjahre die Vereinigung von Hip Hop und Metal, und P.O.D., ausgeschrieben Payable on Death, aus San Diego gehörten mit Bands wie Limp Bizkit und Linkin Park zur Speerspitze der Bewegung. Aber das ist lange her. Linkin Park machten zuletzt sphärische Musik, bevor sich Sänger Chester Bennington suizidierte. Limp Bizkit parodieren sich inzwischen selber, machen das aber ganz interessant. Und P.O.D.? Glauben weiterhin an Gott und an das Gute, scheinen aber in ihrer Musik ziemlich orientierungslos: Die Kraft von früher ist nur noch in zwei, drei Songs zu hören, der Rest ist ohne jede Bedeutung und schlicht langweilig. Schade, das tut dem Fan-Herzen ein bisschen weh, weil sie mit ihrem letzten Album «Murdered Love» doch noch recht ordentlich unterwegs waren. Ob dieser Abfall was mit dem Labelwechsel zu Mascot zu tun hat? Jedenfalls liess Frontmann Sonny Sandoval verlauten, dass P.O.D. mit dem neuen Album «a new audience» gewinnen möchten. Das muss sich wohl erst noch finden.

Christian Hug

Christian
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Seit den Sex Pistols «into music», seit 2001 freier Journalist und Buchautor. Jahrelange Mitarbeit im «Music Scene», «Toaster», TagesAnzeiger - Ernst», «Style» und andere. Kein MP3-Freund.

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