NELSON BRAGG Mélodie De Nelson: A Pop Anthology

NELSON BRAGG
Mélodie De Nelson: A Pop Anthology
Big Stir Records

Der in Dover, New Hampshire, geborene Schlagzeuger, Sänger und Gitarrist Nelson Bragg hat in seiner Karriere schon in manchen Unterground-Bands gespielt. Zu erwähnen wären da, neben vielen anderen, The Now People, Cloud Eleven oder Stew (The Negro Problem). Mit Stew erhielt er für das Album «Naked Dutch Painter» 2002 vom Entertainment Weekly’s eine Auszeichnung für das «Album of the Year». Braggs guter Ruf machte Brian Wilson, via Darian Sahanaja, anfangs der 2000er Jahre auf ihn aufmerksam. Dieser engagierte ihn für Live-Auftritte. Daneben veröffentlichte Bragg auch immer Soloalben. 2006 erschien «Day Into Night», sechs Jahre später «We Get What We Want» und 2021 sein bislang letztes Werk «Gratitude Blues». Eine Auswahl aus diesen Songs ist auf «Mélodie De Nelson: A Pop Anthology» (Referenz an das Album « Histoire de Melody Nelson» von Serge Gainsbourg) zu hören. Der Auftakt macht die feine Jangle-Pop-Nummer «We’re Gonna Laugh About It», der einzige neue Song. Bragg beweist damit eindrücklich, dass er es immer noch draufhat. Er gibt aber auch die Stossrichtung vor: «For This Collection, I Wanted To Focus On Pop Songs», schreibt er auf seiner Bandcamp-Seite. Die 15 Tracks liegen im Spannungsfeld von Bands wie XTC, Beach Boys, Love, Byrds und den Beatles. Einen Song speziell hervorzuheben, ist schwierig, weil sie alle 15 absolute Ohrwürmer sind. «Mélodie De Nelson: A Pop Anthology» enthält zwar keine Chart-Hits, aber trotzdem einen Hit nach dem anderen. Viele Chart-Topper würden ihr letztes Hemd hergeben, um solche Songs zu schreiben.

Roebi
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