MNEVIS The Course OF Events

MNEVIS
The Course OF Events
Red Brick Chapel

Die Aargauer Band Mnevis um die Gebrüder Mario und David Hänni ist schon seit rund zehn Jahren zusammen. 2013 veröffentlichte das Quartett zusammen mit Books On Shelves, die auf dem gleichen Label sind, die Split-EP «Vault». Die beiden Songs «Little Going River» und «Kiki» bieten behutsam entspannten Indiepop, irgendwo zwischen Her Space Holiday, Caribou, Postal Service oder M83, Sechs Jahre später folgt das Debüt «Episodes». In den zehn Songs werden elektronische Elemente stärker gewichtet. Auch der Gesang hat sich verfeinert. Und Mnevis experimentierten mehr. Einflüsse aus Trip Hop, Ambient oder Krautrock (Harmonia, Neu) finden ihren Weg in die Songs. Der Auftakt «Moviestar» des neuen Werks «The Course OF Events» beginnt wie ein Fleetwod-Mac-Song. Erneute Weiterentwicklung hin zur Pop-Band? Ja und nein. Mnevis gehen ihren Weg weiter, sind offen für Neues, wollen ihren Sound auch weiterhin verfeinern, aber trotzdem erkennbar sein. Entspannt klingen sie immer noch, vielleicht noch etwas entspannter als auf «Episodes»? Im zweiten Song, dem elektronisch gefärbten «Star Wars» schimmert eine Spur Soul durch. «Halden» offeriert zerbrechlich wirkenden Indiefolk. «Move» kommt mit knarzigen Gitarren und ebensolchen Worten (I Give A Fuck) daher. Das rhythmische «Dallenbach» lässt Radiohead erahnen Und der Abschluss «In Orbit» klingt wie der Sound zu einem imaginären Film. Stark.  

 

Roebi
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