METAL CHURCH Damned If You Do

METAL CHURCH
Damned If You Do
Nuclear Blast / Warner Music

lg. Es ist eindeutig, dass Metal Church aus dem Nordwesten der USA in den 80er und 90er Jahren ein paar unsterbliche Klassiker aufgenommen und so Metal-Geschichte geschrieben haben und seit der Reunion 1999 mit dem Album „Masterpeace“ qualitativ nicht ganz an diese Scheiben herangekommen sind. Dennoch hat die Band um Mastermind Kurdt Vanderhoof seit dem Wiedereinstieg von Sänger Mike Howe (NB: Howe hat die drei Klassiker „Blessed in Disguise“, „The Human Factor“ und „Hanging In The Balance“ eingesungen) mehr Fahrtwind aufgenommen und 2016 mit dem „XI“ benannten elften Album eine gutklassige Scheibe hingelegt, welche allerdings ein paar wenige Längen aufwies. Nun folgt mit „Damned If You Do“ der nächste Streich und der kommt kompakter und mehr auf den Punkt gebracht als der Vorgänger daher. Die 45 Minuten beinhalten alles, was das Metal Church-Fanherz begeht – knackige Power-Metal Songs alter amerikanischer Prägung versehen mit den schneidenden Gitarren von Vanderhoof und den grossartigen Vocals von Mike Howe. Nicht alle Songs sind die absoluten Überflieger, doch es macht Freude, eine derart essentielle Band wie Metal Church in guter Form zu wissen. Anspieltipps: der Titelsong, „The Black Things“, das melodische „Revolution Underway“ sowie „Rot Away“. Es ist allerdings schade, dass das Album mit seiner relativ knappen Spielzeit auf einer Doppel-LP erscheinen musste.

Laurent Giovanoli

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