MARY STRAND & THE GARAGE
I Don’t Need Your Permission
Hygh Tension Records
Das Debüt «Golden Girl» (2023) von Mary Strand und ihrer Band The Strand liess mutmassen, ob sich hier eine Frau im gesetzten Alter ähnlich wie die Damen in der Serie «The Golden Girls» noch mal so richtig jung fühlen möchte!? Die zuweilen punkigen Songs auf «Golden Girl» bestätigen diese Annahme zumindest ein bisschen. Mary Strand hat eine Vergangenheit als Anwältin. Novellen hat sie auch schon geschrieben. Und ja, einen Mann, eine Tochter und einen Sohn hat sie auch. Jack, so heisst ihr Sohn, sitzt in ihrer Band am Schlagzeug. Und seit circa 2010 spielt sie Gitarre. Mary ist ein Fan von Joan Jett. Das merkt man hier und da. Manchmal klingen ihre Songs auch nach Blondie, Patti Smith, den Go-Gos und ein bisschen nach den Ramones. Mary kann aber auch folkig. Auf «Golden Girl» gibt es z.B. den Song «I Don’t Want to Be Your Yesterday» mit Sarah Morris. Eine folkige Nummer («Does Any Of This Really Matter») gibt es auch auf ihrem zweiten Werk «I Don’t Need Your Permission». Passend zum Titel beginnt das Album mit dem Ramones / Blondie mässigen «Take Your Time». «I’m Not The Bonnie To Your Clyde Anymore», meint sie und dann: «But Take Your Time, Take Your Time, Take Your Time». Nur nicht so schnell. Im langsamen «Ditch Your Fate» singt sie: «Seize The Day Before It’s Past». Geprägt wurde «I Don’t Need Your Permission» durch ihr Nahtod-Erlebnis. Seit diesem Ereignis schaut Mary Strand anders auf die Welt und ihr Leben. «A Place to Roam» mischt Indiefolk mit Beats und einer Prise Latin. Die Zeilen «And I’m Not Here To Stay It’s Just A Place To Roam» sind möglicherweise eine Anspielung auf ihre / unsere Endlichkeit!? Manchmal lohnen sich die Texte mehr als die Musik. Für punk-inspirierte Musik klingen die zwölf Songs zuweilen einen Tick zu unaufgeregt. Etwas mehr Saft hätte Songs wie dem Titeltrack oder «If We Could» gut getan.

Leave a Reply
You must be logged in to post a comment.