MAGNUM Lost On The Road To Eternity

MAGNUM
Lost On The Road To Eternity
Steamhammer/SPV

mv. Ein neues Magnum ist sicher nicht mehr selbstverständlich im Jahr 2018. Schliesslich sind die beiden Hauptakteure Bob Catley und Tony Clarkin altersmässig bereits in den 70ern (!) angekommen. Deshalb darf man sich als Fan glücklich schätzen, dass da überhaupt noch Studioalben aufgenommen und Tourneen durchgeführt werden. Und umso schöner, dass auch die Qualität bei Magnum immer noch sehr hoch ist und von Nachlassen im Alter nicht die Rede sein kann. So ist auch „Lost On The Road To Eternity” mal wieder eine absolut klassische Magnum-Platte geworden. Das fängt schon beim Fantasy-Artwork von Altmeister Rodney Matthews an, welcher mittlerweilen sozusagen zum Inventar gehört. Und wenn dann der klasse Opener „Peaches And Cream“ verklungen ist darf man bereits sicher sein, kein Fehlkauf getätigt zu haben. Die Briten zaubern immer noch die perfekte Mischung aus klassischem Hard Rock, poppigem Edel-AOR und verträumter, epischer Fantasy-Romantik. Auch wenn die ganz grossen Hits vielleicht nicht mehr ganz erreicht werden, so können doch unzählige Songs auf dem neuen Werk wieder restlos begeistern. Allen voran der Titelsong, bei welchem sich Tobias Sammet (Edguy, Avantasia) mal wieder ein kongeniales Duett mit Catley liefert. Da verschmelzen Avantasia und Magnum zu einem grossen Ganzen und heraus kommt ein kleines Meisterwerk der Melodien. „Storm Baby“ und „Without Love“ sind hochmelodische Hits wie sie nur Magnum schreiben können und rücken Neu-Keyboarder Rick Benton ins strahlende Licht. Der Mann ist auf jeden Fall ein mehr als geeigneter Ersatz für den langjährigen Magnum-Tastenzauberer Mark Stanway. Und dann wären da noch die beiden epischen Longtracks „Welcome To The Cosmic Cabaret“ (über acht Minuten) und „King Of The World“ (sieben Minuten), bei welchen vor allem Tony mal wieder alle Register seines Könnens zieht. Hut ab vor einer Band, welche in ihrer über 40jährigen Karriere immer noch mit so viel Liebe zum Detail und Leidenschaft starke neue Alben wie „Lost On The Road To Eternity“ produziert.

Michael
About Michael Vaucher 78 Articles
Michael Vaucher schreibt seit 2011 für's TRACKS Magazin im Bereich HardRock/Heavy Metal. Zudem ist er der Gründer der Schweizer Metalband EMERALD, welche seit 1995 aktiv ist und bereits 7 Alben veröffentlichte.

Be the first to comment

Leave a Reply