LIKE MOTHS TO FLAMES – “No Eternity In Gold”

LIKE MOTHS TO FLAMES
No Eternity In Gold
UNFD / Rise

cw. Like Moths To Flames wissen, was sie tun. Das kann man einer Band, die mittlerweile ihr fünftes Album veröffentlicht und schon auf ihren vorherigen Platten alle Gepflogenheiten modernen Metalcores mit beeindruckender Pointierung ausgespielt hatte, durchaus zugestehen. So ist es keine Überraschung, dass auch „No Eternity In Gold“ diese Versiertheit wieder in jeder Pore in sich trägt. „Selective Sacrifice“ etwa ist so ein absolutes Biest eines brutalen Brechers, der gerade in seinem finalen Breakdown mit garstig fiependen Gitarrennoten fast schon die Sperrigkeit eines besonders bösartigen Dubstep-Drops in sich trägt, wenngleich Like Moths To Flames natürlich nicht hinter einem DJ-Pult, sondern an ihren Instrumenten stehen. Ein Song wie „Habitual Decline“ erweist sich im Gegenzug als etwas melodischeres Pendant, das trotz seines epochalen Clean-Refrains kein Stück Härte einbüßt. Vielleicht ist genau diese Erkenntnis der Faktor, der Like Moths To Flames seit vielen Jahren zu so einer unbestrittenen Konstante machen – denn ganz im Gegensatz zu den Werken vieler anderer Genre-Zeitgenossen ist „No Eternity In Gold“ eine Platte, die nach wie vor zu ihren Wurzeln steht. Dass dabei keine Abnutzungserscheinungen entstehen, demonstriert die Finesse dieser Band umso mehr.

Wollart
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