LAUREN RUTH WARD Well, Hell

LAUREN RUTH WARD
Well, Hell
Weekday Records

Lauren Ruth Ward, die ehemalige Friseuse aus Baltimore, gleitet auf ihrem Debüt «Well, Hell» durch verschiedene Stimmungen. Der Auftakt, das masochistisch (!?) angehauchte «Staff Only» (Im Chorus singt sie «Oh, Go On And Treat Me Bad») klingt sphärisch und wiederbelebt die Atmosphäre der späten 1960er Jahre mit etwas Lee Hazlewood, einer Prise Nicke Cave und gesanglicher Nähe zu Nina Simone. «Sideways» ist treibender Indierock. Der dritte Track auf «Well, Hell» kommt folkig daher und mahnt vom Rhythmus her an Bruce Springsteens «I Am On Fire». Im provokativen «Blue Collar Sex Kitten» («Contemplation, Admiration, Salivation, Masturbation») lässt Ward ihre Garagenrock-Seite raus. Oh, heilige Kratzigkeit. «Sheet Stains» ist dann eine bluesrockige Liebeserklärung an ihre Verlobte LP, die übrigens im Chorus mitsingt. Und zum Abschluss gibt es mit dem Titeltrack erneut treibenden Indierock. «Well, Hell» zeigt Lauren Ruth Ward als variable und stimmige Mischung aus Liz Phair zu Zeiten von «Supernova», Lana Del Rey, Courtney Barnett und Amy Winehouse.

Roebi
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