KING GIZZARD AND THE LIZARD WIZARD Gumboot Soup

KING GIZZARD AND THE LIZARD WIZARD
Gumboot Soup
Pias/Musikvertrieb

Auch wenn je nach Veröffentlichung die Meinungen auseinandergehen, ob der schräge Siebner aus Melbourne letztes Jahr tatsächlich wie angekündigt fünf Alben veröffentlicht hat oder ob es «nur» vier waren: Ist im Grunde irrelevant. Wir optionieren für vier und betrachten «Gumboot Soup» als Abschluss der fünfteiligen Schaffensphase, von der die Band 2016 gesprochen hat. Nun denn: «Gumboot Soup» ist von den vergleichbaren Alben («Flying Microtonal Banana», «Murder Of The Universe», «Sketches Of Brunswick East», das Gratis-Download-Album «Polygondwanaland» und eben «Gumboot Soup») am wenigsten an eine konzeptionelle Gesamtidee gebunden. Entsprechend scheinen im Verlauf des Albums Melodien und Strukturen nicht immer wieder auf, wie das bei den anderen Alben der Fall ist, sondern es handelt sich hier um keine gewohnte Abfolge verschiedener in sich geschlossener Songs, mehr oder weniger. Was aber keinerlei Einbussen nach sich zieht: King Gizzard bleiben bei ihrem enorm hohen Wiedererkennungswert mit ihrer unglaublichen Geschmeidigkeit, ihren eingängigen Refrains und ihrem liebenswerten Verständnis von arty Rock zwischen sanfter Psychedelic und erfrischendem Pop, durchaus als logische Fortsetzung von «Polygondwanaland». Das Beste aus den psychedelischen Kunstrockzeiten der späten Siebziger, transferiert ins Heute. Die eigenwilligen Australier bleiben eine der kreativsten und interessantesten zeitgenössischen Bands.

Christian Hug

Christian
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Seit den Sex Pistols «into music», seit 2001 freier Journalist und Buchautor. Jahrelange Mitarbeit im «Music Scene», «Toaster», TagesAnzeiger - Ernst», «Style» und andere. Kein MP3-Freund.

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