KATE BIRCH The Fool

KATE BIRCH
The Fool
Red Brick Chapel

Ein Pulsieren schlängelt sich durch den Auftaktsong auf «The Fool», dem zweiten Werk von Laura Schuler aka Kate Birch. Bald wird das Pulsieren von einer melancholischen Stimme überlagert. Traumgleich, nie richtig fassbar entschwindet «Empty Street I» irgendwo im Zwischenlicht. Musik im Geiste von Portishead, Massive Attack, Björk und Goldfrapp. «Amber Liquid» watet mechanisch schleppend in unsicherem Trip Hop-Terrain. Verfremdete Stimmen, Soundeffekte drängen sich dazwischen. Und wieder will der Song entrücken. Nach ihrem Mitwirken in diversen Jazzformationen (Esche, Laura Schuler Quartett, Laura Schuler’s, Kronikor, u.a.) ist Laura Schuler seit Mai 2020 auch solo als Kate Birch unterwegs. Die Debüt-EP «Sound Of The City» erschien im Juni 2020. Ihr aktuelles Werk «The Fool» hat sie fast im Alleingang eingespielt und aufgenommen. Neben ihrer Geige (Schuler hat klassische Geige studiert) ist viel Elektronik zu hören. Atmosphäre ist der Multiinstrumentalistin wichtig, Experimente auch. Zum rhythmisch monotonen Titeltrack gibt es ein Video, in dem mit Überlagerungen experiemtiert wird. Laura Schuler dringt durch Nebel, Farben, Bilder zum geneigten Zuschauer. Eine traurige Geige drängt «Transcience» in melancholische Schieflagen, bevor ein fester Beat die Tristesse aufbricht. «A Dancer Named Joy» tänzelt rhythmisch vertrackt. Und das zuweilen schräge «Perfect Equality And Peace Among People» lässt in diesen wirren Zeiten etwas Hoffnung aufkeimen. Aufatmen.

 

Roebi
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