JOE LOUIS WALKER Hellfire

JOE LOUIS WALKER
Hellfire Alligator Records

hh. Seit den 80ern bringt der Gitarrist/Sänger regelmässig neue Platten unter die Bluesgemeinde. „Hellfire“ ist dabei sein Erstes auf dem renommierten Chicagoer Alligator Records Label. Und auch sein bislang Rockigstes. Walker ist nicht nur ein herausragender Gitarrist, sondern ebenfalls ein begnadeter Sänger, wohl seiner Gospel-Vergangenheit geschuldet. Und die Stimme ist es in erster Linie, die Walker aus der Masse an schwarzen Bluesern heraushebt und die nicht vorhandenen Berührungsängste vor verschiedenen Musikstilen, die er problemlos zu vereinen versteht. So gibts neben Slow-Bluesern, gospelangelehntem Soul auch recht kräftige Rocker, wie das den Stones in ihrer 70er-Phase gut zu Gesicht gestandene „Ride All Night“ oder das an Hendrix erinnernde feedbackende Solo in „What’s It Worth“. Walker spielt auf seinem neuen Album all seine Trümpfe aus, erworben in unzähligen Konzerten. Und das sind eine routinierte, flüssige und dabei sehr gefühlvolle Fingerfertigkeit auf dem Griffbrett und die Fähigkeit instrumental und gesanglich die richtigen Akzente an den richtigen Stellen zu setzen. Es gibt songtechnisch Höhen und wenig Mittelmass, Tiefen sind praktisch nicht vorhanden, „Hellfire“ liefert durchweg gehobene Qualität. Der von Drummer Tom Hambridge (Buddy Guy, Susan Tedeschi) produzierte Longplayer besticht durch einen modernen, kräftigen und transparenten Sound, der Walker allen nötigen Raum zugesteht. Ein überaus gelungenes Debut für Joe Louis Walkers neue Plattenfirma.

Hanns
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Hanns, der Gründer von TRACKS, ist der CH-Musikszene seit den 80er-Jahren als Produzent, Musiker und Redaktor eng verbunden. Er war jahrelang Chefredaktor des Schweizer Musikmagazins MUSIC SCENE, des deutschen Magazins MUSIK SZENE und arbeitete für u. a. MUSIK EXPRESS, METAL HAMMER.