JIM BASNIGHT
Under The Rock
Precedent Record
Im zweiten Song, dem rockigen «Get It Out», des neuen Albums von Jim Basnight singt er mit Inbrunst: «When I’m Feeling All Hosed Up And My Face Feel Like I’ve Been Sitting On The Street And I Really Bitch About Just Anything That Comes To Mind. I Just Shake It To That Rock ‘N’ Roll Beat And In A Couple Shakes I’m Feeling Kind Of Sweet Yeah That Rock ‘N’ Roll Beat Makes Me Feel Real Fine.» Musik ist das Lebenselixier von Jim Basnight dem ehemaligen Frontmann der Power-Pop-Veteranen The Moberlys. Sie hilft ihm durch schwere Zeit. Sie ist aber auch ein Vehikel für Kritik. Im zuweilen punkigen «Nazis Over There» stellt er sich gegen Nazis und Fremdenfeindlichkeit und setzt sich ein für Freiheit und Gleichheit. In der an die Stones mahnende Liebes-Nummer «That’s Right» zeigt er hingegen seine romantische Seite. In der wunderbaren Power-Pop-Nummer «Still Learning» stellt er fest, dass Mann und Frau in Gewissen Belangen / Dingen immer dazu lernen können. Das etwas schwere «So F’d Up» berichtet von schwierigen Zeiten: «I Was Thinking, I Was Drinkin’, I Was Sleeping, But Never At Night. It Was Hopeless, It Was Sad. I Couldn’t Even See A Ray Of Light. I Was So F’d Up When I Met You.» Amüsantes Detail am Rande: Basnight singt den Ausdruck «F’d» so undeutlich, dass er von US-Zensurbehörde nicht erkannt werden kann. Fluchen geht in Amerika überhaupt nicht. Jemanden erschiessen ist aber kein Problem (: «See It In Your Eyes» ist dann wieder eine unwiderstehliche Power-Pop-Nummer. Wunderbar. Und der stampfende Abschluss «Don’t Stop Now» stellt unmissverständlich klar: Für Jim Basnight ist noch lange nicht Schluss. Da dürfen wir uns ja freuen.

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