JEREMY The Gift

JEREMY
The Gift
Jam Records

«The Gift» ist kein alltägliches Weihnachtsalbum. Das über siebzigste Werk des umtriebigen Multiinstrumentalisten, Produzenten, Musiklehrers und Labelbesitzers (Jam Records) hat aus seinem tiefen Glauben an Gott heraus, ebenso tiefe, berührende aber auch ungewöhnliche Weihnachtslieder verfasst. Wobei ein Teil der 20 Songs auf «The Gift» aus veränderten traditionellen Weihnachtslieder besteht. Der Auftakt «Morning Glory» ist eine kitschfreie und besinnliche Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Entschleunigung für die Seele. Auch die folgende Nummer «Seasons Change» erfüllt diesen Zweck. Johann Pachelbel‘s «Canon In D» modernisiert Jeremy Morris mit elektrifizierten und verzerrten Gitarren. Auch so kann Weihnachten klingen!! Ebenfalls im folgenden Song «Ocean Waves» gibt es gitarrentechnische Dramatik, bloss ist sie hier dezenter in Szene gesetzt. Mike Oldfield hätte seine Freude daran. «First Snow», «Come All Ye Faithful», «Stars Of Wonder» oder «The Torch» kehren wieder zur Besinnlichkeit des Anfangs zurück. Gerade die behutsam akustische Interpretation von «Come All Ye Faithful» («Nun freuet euch, ihr Christen») gefällt. Die Eigenkompositionen «Chilly Willy», der Titeltrack oder «Song Of Joy» («Ode an die Freude») bieten rein akustische und sparsame Klänge, erstere mit einem Hauch Blues. Erwähnenswert ist auch die behutsame Interpretation von «Stille Nacht, heilige Nacht» («Silent Night»). Der Abschluss von «The Gift» macht das über 13 minütige «Holiday Dreams». Sphärische Klänge, Piano und klare und helle Gitarrensounds offerieren zuweilen experimentellen Xmas-New-Age-Pop.

Roebi
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