IN FLAMES – I, The Mask

In Flames
I, The Mask
Nuclear Blast

Die Review des dreizehnten Studioalbum “I, The Mask” von In Flames, das am 1. März 2019 veröffentlicht wurde, könnte man kurz und knapp halten: Es ist okay-ish. Wiedermal. Sie bleiben auf Kurs. Damit werden leider auf ein Neues die alteingesessenen Fans enttäuscht: Die Songs sind nett. Die Mittelmässigkeit scheint sich bei den Alben durchzuziehen, da bereits der Vorgänger “Battle” wie auch der Vor-Vorgänger “Siren Charms” nicht wirklich punkten konnten.

Wie gleichförmig die Musik ist, habe ich unglücklicherweise durch ein digitales Abspiel-Malheur am eigenen Leib erfahren: Denn da passierte es doch tatsächlich, dass die gleichen drei Lieder gespielt wurden. Ich habe aus Versehen auf den Repeat-Knopf gedrückt und es eine geschlagene halbe Stunde nicht einmal bemerkt. Es machte dann allerdings auch keinen Unterschied, als ich das Album ganz durchlaufen liess. Das sagt doch eigentlich schon alles.

Auch wenn die Fans stets den alten Zeiten nachtrauern, muss man den Schweden trotzdem anrechnen, dass sie nicht ganz so schlecht sind wie es die eingefleischten Fans der Frühzeit darstellen. Denn diese sagen sowieso bei jeder neuen Platte: “Kannste schon so machen, aber dann isses halt scheisse.”. 

Aus Songs wie dem Namensgeber “I, The Mask”, oder “I am Above” wird einiges herausgeholt – bis auffällt, dass es im Grossen und Ganzen betrachtet eben doch keine Neuigkeiten gibt. “(This Is Our) House” spielt ein Kinderchor ein, da greift die Band auf altbekannte Mittel zurück. Doch ein schönes, ruhiges Stück mit nettem Gitarrensolo ist es allemal. Trotzdem ein berechenbarer Radio-Titel. Und sonst so? Die Riffs drücken und werden lasch. Drums dreschen drauf los, um abzuflachen. Screams folgen, der Refrain wird mit Klargesang unterlegt. “Voices” kränkelt an einem zu langen Intro, baut anschliessend auf, um dann zu stagnieren. Modern Metal, Metalcore, nennt es wie ihr wollt, aber es ist auf alle Fälle kein Melodic Death Metal mehr – hat die Band zwar schon mehrmals bei Interviews klar gemacht, dass dies auch nicht mehr der Fall sein wird – trotzdem breitet sich bei jedem neuen Album eine kleine Enttäuschung aus, denn man hofft tief in sich drin, dass sie doch noch einmal die Kurve kriegen. Aber die wollen das so! Wie das Quartett die neuen Stücke live rüber bringt, werden wir sehen, zum Beispiel am 18. April 2019 im Komplex 457 in Zürich.

Aline
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Die Helden: Lemmy Kilmister, Jimi Hendrix, Jim Morrison.

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