GOSPELBEACH Let It Burn

GOSPELBEACH
Let It Burn
Alive Naturalsound Records

Das neue, vierte Werk von Gospelbeach wird überschattet vom tragischen Selbstmord von Gitarrist Neal Casal, der, gerade eben, nach einer längeren Absenz, wieder zur Band gestossen war. Der talentierte Songwriter, Musiker (u.a. für Chris Robinson Brotherhood, Hard Working Americans, Ryan Adams) und Fotograf nahm sich am 26.August im letzten Jahr das  Leben, gerade als die Sessions zu «Let It Burn» abgeschlossen waren. Die Band um Brent Rademaker (ehemals Beachwood Sparks) macht weiter, lässt aber Casal nicht unvergessen. Mann und Frau beginnt, Songs wie «Bad Habits», «Dark Angel» oder «Get It Back» im Lichte dieser Tragödie zu interpretieren. In letzterem heisst es zu Beginn «He Was Dying for the Glory.» Und am Ende singt Rademaker «I Saw Him On The Stage. He Was Dying.» Der wehmütig klingende Song, der einmal mehr an Tom Petty mahnt, unterstützt diesen Text adäquat. Das an Neil Young und Tom Petty mahnende «Dark Angel» könnte auf die selbstzerstörerischen Kräfte in Casal anspielen. Die melancholischen Songs sind auf «Let It Burn» gut vertreten. Auch der Titeltrack reiht sich in diese Liste ein, mit einem bittersüssen Touch.  «I Waited So Long For Something To Change. I Waited On A Feeeling That I Can Not Explain. I Followed That Road Till The End.»  Der sechste Song «Fighter» verbreitet dann etwas Zuversicht: «I Never Saw It Coming……. I Am A Fighter. Thats What I Do.» Auch wenn besagter Song vielleicht nichts mit Casals Tod zu tun hat, so macht er doch Mut, weiterzumachen, trotz der Tragik. Ebenso tolle Songs wie das harmonische «Bad Habits», das zuweilen rockige «I’m So High», die Pianoballade «Baby (It’s All Your Fault)», das poppige «Unswung»  lassen darauf hoffen, dass Gospelbeach weitermachen.

Roebi
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