FELT Forever Breathes The Lonely Word

FELT
Forever Breathes The Lonely Word
Cherry Red Records

Platziert zwischen «Let The Snakes Crinkle Their Heads To Death» (1986) und «Poem Of The River« (1987) ist das sechste Album «Forever Breathes The Lonely Word» von Felt mein Lieblingswerk der englischen Band. Schon der Albumtitel zergeht wie Butter auf der Zunge. So zerbrechlich, so nachdenklich und poetisch. Auch die Musik, eine Mischung aus Jangle- und Indiepop ist eine Ohrenweide. Der Auftakt «Rain Of Crystal Spires» sorgt mit der Hammondorgel (von Neuzugang Martin Duffy gespielt) und klaren Gitarrenklängen für wohlig melancholische Augenblicke. Textzeilen wie «The Sun Will Never Shine» versprühen trübe Tupfer. In «Down But Not Yet Out» vermischen sich Dunkelheit und Hoffnung zu einem «Hang On To Your Dreams». Träume können einem durch dunkle Tage tragen. In «Grey Streets» schaut Mastermind Lawrence Hayward kritisch auf den Fankult: «And You Were Attracted To Me. Because My Face Smiled Down From A Wall.» Verspielte Momente und die auf dem ganzen Album dominante Hammondorgel bilden einen dezenten Kontrast dazu.  Der folgende Song « All The People I Like Are Those That Are Dead» enthält religionskritische Elemente: «I’ve Been Around This Town And  I’ve Seen What God Has Done. I’ve Been Around And It’s No Fun.» Im luftigen «Gather Up Your Wings And Fly» machen Felt Anleihen an Monochrome Set. Und der betrübt bezaubernde Abschluss «Hours of Darkness Have Changed My Mind» lässt Erinnerungen an Television, der Band von Tom Verlaine aufkommen.

Die Wiederveröffentlichung kommt in einem neuen Coverdesign daher und leider ohne Bonustracks. 

Roebi
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