ELUVEITIE Ategnatos

ELUVEITIE
Ategnatos
Nuclear Blast/Warner

Eigentlich erstaunlich, dass Bandleader Chrigel Glanzmann trotz schon fast chronischer Abgänge und Neuzugänge seine Grossband auf so hohem Niveau halten kann. Das ist durchaus eine erwähnenswerte Leistung. Denn alleine seit dem letzten Album sind wieder drei Wechsel zu verzeichnen, das ist immerhin ein Drittel der Band. Also: Mit dem Akustik-Album «Evocation II» 2017 waren Eluveitie per Definition gezwungen, ihre Songs zu entflechten und einfacher und somit eingänglicher zu machen. Das ist ihnen so gut gelungen, dass das auf «Ategnatos» deutliche Spuren hinterlassen hat, sprich: Vor allem die Songs, in denen Fabienne Erni den Gesangspart übernimmt, sind für Eluveitie-Verhältnisse geradezu Mitsing-Klassiker des Pagan-Metal. Wir sagen jetzt mal Pagan Metal, obwohl Chrigel sich selber als Deathmetaller versteht. Nun denn: Andere Songs kontrastieren die erwähnten melodiöseren Tracks mit Volltempo und Growl-Stimme, wie man es aus früheren, um nicht zu sagen angestammten Zeiten der Band gewohnt ist. «Ategnatos», sagt Chrigel, sei in einem Prozess grösstmöglicher Spontanität geschrieben und aufgenommen worden, und das hört man den Tracks an, sprich: Nichts Überladenes, nicht Überambitioniertes. Das ist sehr gut.
Und jetzt geht’s natürlich wieder ganz gross auf Tournee beziehungsweise: Die sind schon unterwegs. In der Schweiz sind drei Termine angesagt dieses Jahr.

Christian Hug

Christian
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Seit den Sex Pistols «into music», seit 2001 freier Journalist und Buchautor. Jahrelange Mitarbeit im «Music Scene», «Toaster», TagesAnzeiger - Ernst», «Style» und andere. Kein MP3-Freund.

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