ELMER GANTRY’S VELVET OPERA
Same
Think Like A Key Music
Das selbstbetitelte Debüt von Elmer Gantry’s Velvet Opera ist ein Potpourri aus genialen, verrückten Ideen und einem guten Gespür für aufregende und auch herausfordernde Songs, im Spannungsfeld von Psychedelik, Pop, Blues, Blue Eyed Soul und Prog-Rock, ähnlich zu Bands wie Blossom Toes oder July. Das einzige Werk der Band um Sänger Dave Terry (aka Elmer Gantry) zeugt von hoher Musikalität und war ein Einfluss für andere Bands. Die englische Mod-Band The Jam (Paul Weller) hat sich «Mother Writes» sicherlich genauer angehört. Und Led Zeppelin coverten ihren Song «Flames». Auch Zep-Sänger Robert Plant hat besagten Song gerne gespielt. Z.B. 2000 in Italien an einem Live-Konzert in der Stadt Cernobbio (Auf Youtube zu finden). Der charakteristische Bass-Sound von Richard Hudson und das filigrane Schlagzeug von John Ford sind unverkennbar und groovend. Ihre Sporen hatte sich die englische Band unter dem Namen The Five Proud Walkers mit R&B in den frühen Sechzigern abverdient. Daneben waren sie auch als Backing-Band für andere Künstler (z.B. Champion Jack Dupree) gefragt. Diese Erfahrungen machten sich auf dem Debüt bezahlt. Die dreizehn Songs klingen vielschichtig und sind gespickt mit vielen feinen Details. Das verspielte Bass/Drums-Spiel in «Mother Writes», die exotische Sitar (gespielt bei Hudson) in «Air», die gesanglichen Kapriolen in «Lookin’ For A Happy Life», das cool-verspielte Bass-Intro von «Dream Starts», die wilde und abgedrehte Fahrt durch «Walter Sly Meets Bill Bailey». Obendrauf ist Elmer Gantry ein exzellenter Sänger, der auch im Blues und Soul zuhause ist. Im Auftakt, dem Song «Intro» liegt viel Seele in Gantrys Organ. Auch die Demo-Version von «Flames» (Bonustrack) klingt souliger. In der Coverversion von Oscar Brown jr. Rhythm- and Blues-Klassiker «I Was Cool» (Im Original «But I Was Cool» von 1960) gibt er authentisch den Blueser. Diese erneute Wiederveröffentlichung enthält elf Bonustracks. Darunter sind Single-Versionen von «Flames» und «Mary Jane» zu hören und der Song «Talk Of The Devil» aus den gleichnamigen Kurz-Film. Gut, dass es Labels wie Think Like A Key Music gibt, welche dieses wunderbare Album immer wieder in Erinnerung rufen.







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