DIMMU BORGIR – Eonian

DIMMU BORGIR
Eonian
Nuclear Blast/Warner

lg. Nach geschlagenen sieben Jahren melden sich die mittlerweile nur noch aus drei Mitgliedern bestehenden Norweger von Dimmu Borgir mit einem neuen Album zurück. Mit den Alben „Enthrone Darkness Triumphant“ (1997), „Spiritual Black Dimensions“ (1999) und „Death Cult Armageddon“ (2003) katapultierten sich Dimmu Borgir aus dem Black Metal heraus und konnten mit ihren opulenten und symphonisch angehauchten Düstersounds eine grosse Fanbase erarbeiten. Der Kern der Band besteht nach wie vor aus der infernalen Stimmkraft von Shagrath sowie den beiden Gitarristen Silenoz und Galder, welche auch den Songwriter-Kern bilden. Manche mögen Dimmu Borgir als Kapelle abtun, welche ihren Zenith zur Jahrtausendwende hatte, doch ist die Band auch 25 Jahre nach ihrer Gründung durchaus noch von Belang – keine andere extreme Band versteht es, Progressivität, Aggressivität sowie Bombast dermassen effektiv zu verbinden wie Dimmu Borgir. Grossartig sind auch die Chöre des Schola Cantrum Chors, welche man zum Beispiel auf Songs wie „Interdimensional Summit“ oder „Alpha Aeon Omega“ in beeindruckender Weise nachhören kann. Dennoch kommen die Black-Metal Wurzeln der um einige Session-Musiker angereicherte Band nicht zu kurz – man gebe sich mal „The Empyrean Phoenix“. Im Vergleich zu den Klassikern der Band fällt „Eonian“ natürlich etwas ab, dennoch kann im Fazit von einem guten Album gesprochen werden, dem aber leider die Bösartigkeit des Black Metals abgekommen ist, welche auf den Referenzwerken von Dimmu Borgir noch zu finden war.

Laurent Giovanoli

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